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C.M. Eifert: „Nachrichten zur Geschichte von Calmbach und Höfen“ (1850) Was Calmbach für Herren und Nachbarn hatte. Calmbach war dem Obigen gemäß von der Zeit an, da es
in den Urkunden genannt ist, wenigstens zum Theil mit dem Kloster
Hirsau verbunden. Ob das Kloster Vögte und Amtleute im Orte hatte,
ist nicht zu sagen, aber ein Theil der Steuern, Zehnten, Frohnen gehörte
wohl dem Abt nebst der Jagd und dem Fischwasser. Vor allem aber besaß
das Kloster die Wälder auf dem Kälbling und im Tann, und von ihrer
Verbindung mit dem Kloster her schreibt sich nun das älteste und wichtigste
Recht der Einwohner von Calmbach, nemlich das Recht auf Bau- und Brennholz,
nach Bedarf aus den genannten Wäldern und das Weidrecht auf dem ganzen
dem Kloster gehörigen Boden auf dieser Seite. Eingepfarrt sind sie,
so lange keine eigene Pfründe vorhanden war, in Wildbad gewesen, das
natürlich lange vorhanden war, ehe es urkundlich genannt wird, von
wo aus die Seelsorge geleistet wird, und wo hin sie zur Kirche, z.B.
zum ewigen Lichte steuern müssen. Auch Wildbad aber scheint von Hirsau
abhängig gewesen zu seyn, wenigstens wurde die Kirchenpfründe daselbst
vom Kloster vergeben.
Im Süden, auf der Seite des Meistern aber
hatten theils die Grafen von Calw noch einiges Land behalten und zu
diesem gehörte nach einem Theil der Urkunden vielleicht auch Wildbad;
doch ist dieß nicht gewiß, da es nach andern zu Neuenbürg gehört
haben soll und somit auch mit diesem badisch gewesen wäre. Theils besaßen
die Grafen von Vaihingen noch Wälder im Bächerer (beim Enzhof), im Heimenhardt
und Weckenhardt bis zur kleinen Enz herab. Von ihnen stammt ohne Zweifel
das sogenannte Schlößlein im Klein-Enzthal, dessen Spuren und Trümmer
heute noch zu erkennen sind und mehr ein Jagdschloß als eine Burg
vermuthen lassen. Neben diesen größeren Herren waren aber auch noch
einige Edelknechte in der Nähe angesessen und begütert. Zum Beispiel
hausten gegen Neuenbürg hin die Herren von Straubenhardt, ursprünglich
Calwer Dienstleute, und besaßen nahe neben einander zwei Burgen, deren
Trümmer auch noch zu erkennen sind; sie hatten Besitzungen bis gegen
Wildbad hin, und der Straubberg daselbst hat wahrscheinlich von ihnen
seinen Namen. Gegen Naislach hin lag im Walde versteckt die Havelsburg;
doch ist nicht zu erkunden, wem sie gehörte. Aber weiter oben im
kleinen Enzthal hatten endlich die damals weitbegüterten Gültlinger
einen Sitz auf der Vogtsburg, bis im Jahr 1323 die Burg sammt der
Schirmvogtei über das schon 1145 von den Herren von Hornberg gestiftete
Enzklösterle an Württemberg kam. |
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