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In diesem Büchlein widme ich mich einem besonders interessanten Aspekt der Geschichte meiner
Nordschwarzwälder Heimat:
den religiösen Erweckungs- und Erneuerungsbewegungen der letzten zwei
Jahrhunderte.
Es läßt sich hier, wie auch in anderen europäischen Regionen mit ähnlichen geographischen, wirtschaftlichen und
sozialen Gegebenheiten eine weitverbreitete tiefe Frömmigkeit beobachten, die zuweilen auch den Keim
des
Sektiererischen oder sogar Okkulten in sich trägt.
In verständlicher Sprache bringe ich Bekanntes, verstreut Publiziertes und neue Erkenntnisse aus eigenen
Nachforschungen zusammen und biete in übersichtlicher Form eine Zusammenstellung
zum Thema.
Vorwort zur überarbeiteten und
stark erweiterten 2. Auflage:
Die 1. Auflage des „Templerbüchleins“ hat einen großen
Leserkreis im In- und Ausland gefunden. Besonders die zahlreichen Nachkommen
der Templer aus Süddeutschland und aus Australien waren die Besteller
des Büchleins. Die letzten drei Exemplare erhielt die ukrainische orthodoxe
Kirche in Kiew.
Auch nachdem die 1. Auflage vergriffen war bestand weiter Nachfrage. Deshalb
ist eine Neuauflage notwendig geworden.
Der von mir ausgewertete und im Büchlein veröffentlichte Schriftverkehr
zwischen dem früheren Bürgermeister der deutschen Kolonie Haifa,
Johannes Proß, und seinem Vetter, Bürgermeister Fritz Hanselmann
in Neuweiler, veranlaßte Prof. Dr. Alex Carmel (†) von der Universität
Haifa im Jahr 1998 nach Calmbach und Neuweiler zu reisen. Bei einem zweiten
Besuch hat er in Neuenbürg bei Friedrich Hanselmann, dem Sohn des Bürgermeisters
Fritz Hanselmann, die Unterlagen kopiert. Diese hochinteressanten und geschichtlich
wertvollen Briefe, die Erlebnisse in Palästina und im Internierungslager
in Australien beinhalten, wollte Prof. Carmel erstmalig wissenschaftlich auswerten.
Am 18.12.2002 ist Prof. Dr. Alex Carmel verstorben. Seinen Nachfolger im Gottlieb-Schumacher-Institut
der Universität Haifa, Dr. Yaron Perry, habe ich schriftlich gebeten die
Auswertung der Briefe zu vollenden und zu veröffentlichen.
Viele Zuschriften der Templer-Nachkommen wurden für die 2. Auflage ausgewertet
und zahlreiche neue Informationen daraus übernommen.
Mein herzlicher Dank gilt all denen, die mir das reichhaltige Text- und Bildmaterial
zur Verfügung stellten.
Ich wünsche mir, daß auch diese 2. Auflage einen großen Leserkreis
finden möge.
Fritz Barth
Calmbach, im April 2004
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